Vorbild sein
Im Zusammenhang mit dem Mittleren Management ist oft davon die Rede, dass dieser Personenkreis zwar der wichtigste für das gesamte Unternehmen sei, dass es ihm aber vor allem an Management-Fähigkeiten fehle.
Die wichtigste Fähigkeit überhaupt in diesem Zusammenhang ist die Fähigkeit Mitarbeiter zu motivieren.
Die Macht des Vorbilds
Von Albert Schweitzer stammt das Zitat: “Das gute Beispiel ist nicht nur eine Möglichkeit andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige.”
An diesem Satz ist viel Wahres, auch wenn ich ihn in seiner Absolutheit nicht ganz unterschreibe. Denn es gibt noch viele andere Möglichkeiten der Motivation, als die des Vorbilds (aber dazu später).
Abgesehen davon geht es in diesem Magazin nicht um Beeinflussung im Sinne von Manipulation sondern immer um die sinnvolle und möglichst effiziente Erreichung von Ergebnissen als Mittlerer Manager.
Warum motivieren Vorbilder?
Wir befragen zunächst – wie immer – wikipedia und finden folgende Definition: “Ein Vorbild ist eine Person, die als richtungsweisendes Muster oder Beispiel angesehen wird. Im engeren Sinn ist ein Vorbild eine Person, mit der ein Mensch sich identifiziert und dessen Verhaltensmuster er nachahmt oder nachzuahmen sucht.”
So ist das also! Aber, sagen Sie jetzt, es mag ja sein, dass ein Jugendlicher irgendeinen Erwachsenen nachahmt, weil er ihn toll findet. Aber warum sollte ein erwachsener, gestandener Vertriebsmitarbeiter sich ausgerechnet an einem Jungspund orientieren, der gerade mal sein Trainee-Programm absolviert hat.
Diesem Einwand will ich mit zwei Argumenten begegnen:
- Der erste Lernkanal, den Menschen in ihrem Leben überhaupt nutzen, ist das Vorbild! Wir alle kennen es nicht anders. Lange, lange bevor wir in unserem Leben sogenannte eigene Wege gehen, schauen wir darauf, was Mutter und Vater tun. Und wenn das nur halbwegs funktioniert, dann machen wir es nach! (Oft machen wir es sogar nach, wenn es nicht funktioniert)
- Das zweite Argument ist eines, das auf meiner langjährigen Erfahrung beruht: ganz egal, wie sehr Mitarbeiter über die Umstände, die Kollegen, über Sie als Führungskraft oder über was auch immer schimpfen, letztlich brauchen Sie ein Leuchtfeuer, an dem sie sich orientieren können. Und dieses Leuchtfeuer sind Sie! Sie können sagen, was Sie wollen, letztlich ist entscheidend was Sie tun. Was Sie vorleben!
Lesen Sie im Folgeartikel, wie Sie diese Erkenntnisse für Ihr tägliches Handeln als Führungskraft im Mittleren Management nutzbar machen können.
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