Tipps für den ersten Tag im neuen Job

Sie haben es geschafft?

Glückwunsch!

Da stehen Sie also in Ihrem neuen Büro. Vielleicht sind Sie innerhalb des Unternehmens gewechselt, und die Umzugskisten stapeln sich ungeöffnet im Eck. Vielleicht haben Sie sich auch von extern beworben, dann ist nicht nur das Büro neu, sondern auch das Unternehmen.

Wie auch immer, alles fühlt sich fremd an, ungewohnt. Sie werfen einen Blick aus dem Fenster, Sie stöbern in den Schränken und dann setzen Sie sich auf den Schreibtischstuhl und betrachten den Raum, in dem Sie von jetzt an – wenn Sie die Hinweise in diesem Magazin beachten – viele erfolgreiche Tage verbringen werden.

Aber was sollen Sie als erstes tun?

Antwort: Genießen Sie es. Sie haben dafür gekämpft, Bewerbungsgespräche oder Assessment-Center durchlitten, und jetzt ist es soweit. Keine falsche Bescheidenheit! Lesen Sie Ihren Namen an der Zimmertür. Malen Sie sich aus wie es sein kann, wenn Sie hier mit hochmotivierten Mitarbeitern Unternehmensgeschichte schreiben.

Ergreifen Sie Besitz von Ihrem neuen Refugium. Sie sind jetzt hier der Chef. Jawohl! Sonnen Sie sich ein wenig in Ihrem Erfolg. Sie haben es sich verdient.

Und was sollen Sie danach tun?

Antwort: Üben Sie sich in Bescheidenheit.

Das ist ein Widerspruch zu dem gerade Gesagten? Aber keineswegs.

Praxistipp: Ihre neue Rolle besteht darin, dass Sie der Anführer sind UND gleichzeitig gut zuhören können.

Die Zeiten, in denen Sie alles selbst gemacht haben, sind vorbei! Genau genommen sind die Zeiten vorbei, in denen Sie alles selber machen KONNTEN.

Also nichts wie raus aus Ihrem Büro und zu Ihren Mitarbeitern. Gehen Sie an die Arbeitsplätze, gehen Sie in die Büros, schütteln Sie Hände, mischen Sie sich unters Volk.

Das ist so wichtig, dass ich es an dieser Stelle noch einmal sage: Lassen Sie auf gar keinen Fall den ersten Tag verstreichen, ohne jeden einzelnen Mitarbeiter persönlich begrüßt zu haben (außer natürlich diejenigen, die im Urlaub oder aus sonstigen Gründen nicht da sind).

Aber biedern Sie sich nicht an. Seien Sie höflich. Fragen Sie, wie es geht, woran Ihre Mitarbeiter gerade arbeiten und kündigen Sie an, dass Sie mit jedem einzelnen sowieso noch ein Gespräch führen werden.

Aber übertreiben Sie nicht. Sie sind nicht hier, um der Kumpel zu werden.

Verstanden?

Ich denke schon.


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