Wer kennt sie nicht? Die Frage, die man in jedem Bewerbungsgespräch gestellt bekommt: „Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“
In einem Bewerbungsgespräch dient die Frage hauptsächlich dazu, zu hören, wie der Bewerber mit sich selbst umgeht.
Ist er selbstkritisch? Von sich selbst überzeugt? Allzu überzeugt?
Und man bekommt Möglichkeiten, einzuhaken. Fragen zu stellen, die die Persönlichkeit des Bewerbers erahnen lassen.
Nichts anderes sollte Peter Plan mit sich selbst machen, um herauszufinden, was ihn anders macht als seine Kollegen. Sich auf den Prüfstand stellen und gewissermaßen ein Bewerbungsgespräch mit sich selbst führen:
„Was macht Sie einzigartig, Herr Plan? Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz?“
Und genau das sollten auch Sie tun, bevor Sie jemand anders danach fragt. Denn irgendwann fragt Sie jemand danach, wenn Sie in Betracht ziehen, eine Führungsaufgabe zu übernehmen. Ganz sicher.
Art von Stärken und Schwächen
Bevor wir uns mit der Frage beschäftigen, wie man herausfindet, wo die eigenen Qualitäten liegen, müssen wir uns noch einmal klar machen, über welche Art von Stärken und Schwächen wir reden.
Stärken und Schwächen sind nicht nur solche, die unmittelbar mit dem Job zu tun haben, den jemand ausübt. Stärken und Schwächen sind zunächst einmal ganz einfach alle Qualitäten, die uns – auch im Alltag – von anderen Menschen unterscheiden.
Bei der Beantwortung der Frage nach Ihren Stärken und Schwächen sollten Sie in einem ersten Schritt nur ganz allgemein an sich selbst denken. Unterscheiden Sie dabei erst einmal nicht danach, in welcher Situation oder Funktion Sie handeln.
[box]Nehmen Sie sich einen Zettel und notieren Sie drei Stärken und drei Schwächen. Lassen Sie sich in Ihrer Auswahl auf keinen Fall von irgendwelchen sozialen Normen oder moralischen Schranken beeinträchtigen. Seien Sie radikal ehrlich![/box]
Das heißt, dass auf Ihrem Zettel durchaus stehen kann, dass Sie häufig Neid empfinden (Stärke oder Schwäche?). Ebenso können Sie notieren, dass Sie es genießen Macht über andere auszuüben.
Was auch immer. Erlegen Sie sich in diesem ersten Schritt des „sich selbst Kennenlernens“ keine Schranken auf.
Erst den Gedanken freien Lauf lassen. Selektiert wird später.
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Seine eigenen Stärken und Schwächen zu definieren fällt vielen Menschen schwer. Gerade Schwächen wollen wir alle ungern zugeben und noch weniger zeigen. Gerade auch in einem Bewerbungsgespräch wollen wir ein gutes Gesamtbild abgeben. Vielleicht wirken manche Bewerber daher auch etwas unnatürlich, der erfahrene Scout merkt sowas schnell.
Sie könnten in einem weiteren Artikel das Thema Stärken und Schwächen bringen, deren Wertigkeit etwas tiefer beleuchten und auch eine Antwort zur Frage: Neid empfinden (Stärke oder Schwäche)? geben.