Entscheidungen richtig treffen

Eine Entscheidung – das wissen wir alle – ist die Wahl zwischen mehreren sich bietenden Möglichkeiten im Hinblick auf ein angestrebtes Ziel. Idealerweise führt der gewählte Weg zum Ziel (Effektivität) und zwar möglichst schnell (Effizienz).

Das Problem ist nur: wie findet man den richtigen Weg?

Wenn Ihre Entscheidung als Mittlerer Manager gefragt ist, dann handelt es sich meistens um Situationen, in denen jemand anderes nicht mehr weiter weiß.

Warum also sollten Sie schlauer sein?

Wieviel Fachwissen braucht eine Führungskraft?

Eine immer wieder gerne gestellte Frage lautet: “Wieviel Fachwissen braucht ein Mittlerer Manager?”

Die Antwort lautet “Sehr viel!”

Wenn Sie die Mitarbeiter fragen.

Die Antwort lautet: “Wenig!”

Wenn Sie das Top Management befragen.

Was stimmt den nun?

Die Sicht der Mitarbeiter

Die meisten Mitarbeiter wollen Sicherheit.

Natürlich wollen sie auch Verantwortung. Und sie wollen auch nicht, dass man ihnen allzu viel hinein redet in ihren Arbeitsalltag. “Was mischt die sich die ganze Zeit ein?” heißt es dann schnell über die neugierige Chefin.

Fallstudie Schwieriger Mitarbeiter

Über Gespräche mit “schwierigen” Mitarbeitern kann ein gestandener mittlerer Manager Bücher schreiben. Am Anfang rauben sie ihm den Schlaf. Mit den Jahren findet er Mittel und Wege mit der Situation zurecht zu kommen. Wie kann man diese Gespräche für beide Seiten zielführend gestalten?

Gabriele Zeisig ist seit zwei Monaten Abteilungsleiterin in der Marketing-Abteilung eines Konsumgüter-Unternehmens. Sie ist zweiunddreißig Jahre alt und hat Kunstgeschichte studiert. Zum Marketing ist sie auf Umwegen gekommen. Ein Praktikum in einer Werbeagentur, dann ein Jahr selbständig in einer Event-Agentur, schließlich die Festanstellung in einem internationalen Unternehmen.

Rollenverständnis – Shareholder Value oder motivierte Mitarbeiter?

Führungskräfte im Mittleren Management müssen dafür sorgen, dass Ziele erreicht und Aufgaben erfüllt werden. Dafür braucht es motivierte und zufriedene Mitarbeiter.

Auf der anderen Seite sind Termine einzuhalten, der Shareholder verlangt Ergebnisse. Ist es da nicht ein Widerspruch in sich, wenn von der Führungskraft auch noch verlangt wird, Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, weil sie dessen wichtigstes Kapital darstellen?

Fehlerkultur und der eigene Umgang mit Fehlern

Aus Fehlern soll man lernen, heißt es.

Einen Fehler soll man nicht zweimal machen, heißt es.

Aber einen Fehler kann man sich dann schon leisten, oder?

Häufig ist von Fehlerkultur die Rede. Wikipedia definiert "Fehlerkultur" als die Art und Weise wie (in Unternehmen) Fehler betrachtet bzw. bewertet werden und wie mit ihnen umgegangen wird.

Welche Fehlerkultur ein Unternehmen hat, hängt viel mit den Werten zusammen, nach denen das Unternehmen geführt wird. Solange nichts passiert, hört man oft, dass Fehler nicht schlimm, ja sogar "notwendig" seien.